Bastardized Recordings, eigentlich eher für die harte Kost bekannt, macht jetzt auch auf Emo und präsentiert uns Dear Diary. Diese sind anders als man vielleicht denken könnte keine Frischlinge, die Band besteht bereits seit 1994 und seit 1998 unter dem aktuellen Namen. Das letzte Album erschien mit „Laughning ends like this“ 2003. Die Jungs um Dennis Kühn gehören eher zu der härteren Sorte der Emo-Rocker, so funktionieren die Songs nicht nur über Melodien sondern die Drums dürfen auch ordentlich krachen. Dazu gefällt, dass der Sound noch recht ungeschliffen und leicht knöchern klingt. Immer wieder schaffen es Dear Diary grandiose Ideen in ihrem Songwriting zu verpacken, weshalb auch jeder Song auf dem Album seine Daseinsberechtigung hat, auch wenn zwischendurch manchmal die Akzente fehlen und die Nummern zu sehr vor sich hinplätschern. Emo-Freunde werden mit „How To Become A Ghost“ wohl ihre Freude haben, aber auch der Rocker darf mal hinhören. Wertung 7/10.