Der Weg teilt sich. Harris macht Entertainment, rockt an der Seite von sido die Parties. Der andere Spezializtz steht dagegen nicht so sehr im Fokus der Medien und hat sich außerdem viel Zeit gelassen für sein Soloalbum, dass rund ein Jahr nach der Single „Hip Hop Music“ erscheint. Man hatte, vielleicht gerade wegen dieser langen Wartezeit, nicht mehr viel von Dean Dawson erwartet, aber mit einem Schwergewicht wie „Streetlife Report“ hatte wohl kaum einer gerechnet. Schon die ersten Takte des von ihm selbst, DJ Desue, Montana, Bock auf'n Beat und DJ Rocky produzierten Album hauen derart rein, dass man ganz baff ist. Ohne Unterstützung reißt Dean auf „Der Grund“ alles ein. Danach kommt mit „Streetlife“, auf dem DMX gefeatured wird, aber erst der richtige Hammer. Die prominente Gästeliste hört damit aber noch nicht auf, Afrob, Samy Deluxe, Vanessa Mason, Joy Denanlane und D-Flame, u.a., zeigen, dass der Spezializtz Ruhm immer noch anhält. Dank der überaus fetten Produktion ist „Streetlife Report“ ein lautes Album geworden, dass davon lebt, dass es ordentlich Bass bläst. Trotzdem gibt es auch andere Seiten wie „Das Verlangen“, ein ruhiger, experimentell wirkender Liebessong. Andere Experimente wie R'n'B auf „Noch'n Party Track“ funktionieren allerdings weniger gut, am besten rollt Dean immer noch auf schweren HipHop-Beats, Am Ende steht so ein Album mit enormen Stärken, aber auch einigen Schwächen, konstant konnte Dean das Level nicht über 22 Tracks halten. In der limitierten Edition gibt es zusätzlich eine DVD mit jeder Menge Bonus-Material. Wertung 8/10.