Nur ein Jahr nach der Veröffentlichung ihres Debütalbums „Portrait of Beauty“, erscheint jetzt schon der zweite Longplayer der Kölner Band Days in Grief, „Behind the Curtain of a Modern Tomorrow“. Bekannt sein, sollte die Band vor allem durch ihre regelmäßige Livepräsenz in ganz Deutschland und dem benachbarten Ausland, unter anderem mit solch illustren Bands wie The Offspring, Poison The Well, Good Clean Fun und Youth of Today. Wie auf dem Debütalbum findet man auch auf „Behind the Curtain of a Modern Tomorrow“ die bewährte Mischung aus Punk, Metal und Emo/Screamo, ein Musikgeschmack, den Days in Grief momentan leider schon mit dutzenden anderen Bands teilen – Innovation klingt anders. „Behind the Curtain of a Modern Tomorrow“ überzeugt durch seine technische Perfektion und die druckvolle Produktion, brachiale Moshparts wechseln sich mit schnellen, melodischen und punkigen Teilen und diese mit ruhigeren Parts ab, der Gesang variiert zwischen Schrei- und melodischem Gesang. Am besten gefallen die Metal-Riffs. Als Referenz darf Thrice nicht unerwähnt bleiben, die scheinbar einen so großen Einfluss auf die Band ausüben, dass man diesen an allen Ecken und Enden heraushört. Das Album ist nicht schlecht, aber leider auch nicht sonderlich spektakulär, denn die dreizehn Songs mit ihrer knappen dreiviertel Stunde Spielzeit unterscheiden sich kaum voneinander, besonders herausstechende Lieder oder Hits sucht man vergeblich. Der Erfolg der Band wird trotzdem nicht aufzuhalten sein. Wertung 6/10.