Sein Vertrag ist mittlerweile hochdotiert, doch noch hat sich bei uns erst sein „Play“ zum Hit entwickelt. In den Staaten arbeitete sich David Banner als Producer hoch, Trick Daddy war anfangs sein Kunde – kürzlich waren es Busta Rhymes und Ludacris, und damit war er längst etabliert, ehe der Crunk für einen Hype des Südstaaten-Raps sorgte. Es ist das fünfte Album des Rappers vom Mississippi und es ist eins, das so richtig deftig und bombastisch einschlägt. Es sind vor allem die überragenden Produktionen , die „Certified“ so richtig scharf machen. Allen voran steht natürlich die Single „Play“, Beats und Raps sind der Killer und unverwechselbar. Aber auch den Country-Style von „2 Fingers2“, das pure 6-Sterne Ficken auf „F*****“ , die Stakkato-Raps mit Twista „On Everything“ oder den bissige Hook von „Ain't Got Nothing“ sollte man nicht verpassen. Dazu werten Features von Jadakiss, Jazze Pha, Too Short, Talib Kweli und Dead Prez das Album auf. Neben hartem Crunk findet man auch nice Sing-a-longs wie „My Life“. Das Ganze hätte das Zeug zum Meisterwerk, würde nicht zwischendurch die Power fehlen, ein paar schlappe R'n'B Tracks, ein paar misslungene Rhymes, ein bisschen Leerlauf. Kein Grund sich das neue David Banner Album nicht zuzulegen, nein, man muss es einfach haben, aber auch kein Grund in die Geschichte einzugehen. „Certified“ knallt 2005 am lautesten! Wertung 8/10.