Bei den ersten Klängen dieses Albums dachte ich an Indien, bei „Djamila“ gar an Bollywood. So kann man sich täuschen, Dahmani ist ein algerischer Sänger, der hier mit Multiinstrumentalistin Margot Reisinger eine orientalische Klangreise hingelegt hat. Unterstützt werden die Beiden dabei u.a. von Paco Jarana (Gitarre) und Nasredinne Beghdad (Violine). Ein Unbekannter ist Dahmani eigentlich nicht, mit seiner Band Ramses kombinierte er Dance und Pop, 1995 zog es ihn nach Frankreich. Mit Alhambra ergatterte er 2000 einen Deal bei Warner Music. Sein neues Album erscheint dagegen wieder im kleineren Rahmen bei dem Label Costa Verde aus Portugal. Über 78 Minuten erstreckt sich die musikalische Reise von „Jerusalem“ über „Chante Ma Fatime“ und „La Zina Orientale“ bis „Child Of Palestine“. Wer auch nur etwas für orientalische Einflüsse übrig hat, sollte Dahmani zuhören. Wertung 8/10.