„Searching for a Parallel“ ist bereits das zweite Album des aus Süddeutschland stammenden Quintetts „Conic“. „Searching for a parallel“? Fällt eher schwer, das Album erinnert zwar irgendwie sehr an Süddeutschland und hier an Slut, Miles oder Favez (auch wenn diese aus der Schweiz sind) - ein Song lässt sogar kurz Sportfreunde Stiller anklingen (auch wenn Conic durchweg auf Englisch singen). Allerdings stellt man nach mehrmaligem Hören des Albums schnell fest, dass man bei Conic Querverweise und Referenzen vielleicht ganz einfach weglassen sollte. Die Band selbst beschreibt sich als „britisch poppend, amerikanisch indierockend, süddeutsch melodienschmiedend“, was da vielleicht schon besser passt. Conic kreieren irgendwo im melodiösen Indierock-Kosmos ihren ganz eigenen Sound. Das Album besitzt durch alle elf Songs hinweg einen recht melancholischen Unterton, wobei die Lieder allerdings sehr flott, kraftvoll und treibend daherkommen. Über allem steht Sänger Marcus Schreiner, der der Band mit seinem ausdrucksstarken Gesang eine ganz individuelle Note gibt. Diese wird komplementiert durch die sehr persönlichen und guten Texte des Frontmanns, welcher sich hier nicht scheut Emotionen zu zeigen. Also, auch wenn „searching for a parallel“ in diesem Fall nicht ganz so funktioniert, ist dasselbe ein einfach überzeugendes Album einer sympathischen deutschen Band mit gewiss nicht wenig Hitpotential. Dementsprechend für alle Indierock-Melancholiker und Süddeutschland-Urlauber bedingungslos zu empfehlen. Wertung 8/10.