Eines abends in meiner Studentenbude: Vor dem Schlafengehen fällt mein Blick noch zufällig auf ne recht unauffällige CD. Na gut, kann ja mal reinhören. Player an, CD rein, Play drücken. Was soll ich sagen? Ich bin froh, dass die „Volume Plus-Taste“ noch funktioniert hat! Circle Of Grin heißen die Burschen, kommen aus Köln und bringen pausenlos nach vorne gehenden (Heavy) Rock zu Gehör. In einem Wort? Fett! Kein Wunder, dass sich da der Vergleich mit Godsmack, Life Of Agony und partiell auch mit System Of A Down geradezu aufdrängt. So beherrscht dann auch Circle Of Grin-Sänger Jan Müller zwischen melodischem Gesang, aggressiven Shouts und vereinzelt ein wenig Gebrüll alle Zwischentöne. Erst anno 2001 gegründet, überrascht vor allem das durchgängig hohe Niveau aller Songs, die oftmals üblichen „Auffüll-Songs“ befürchtet man vergeblich. Als besondere Anspieltipps seien hier die herausragende erste Single „Turm Your Back On Me“, der Uptempo-Song „How We Fade Away“ und auch das superbe „Next Litttle Girl“ genannt. In der besagten Nacht bin ich zum Schlafen übrigens nicht mehr gekommen – man muss eben Prioritäten setzen… Wertung 8/10.