Die Frauen im deutschen Rap-Biz sehen zumeist recht gut aus, konnten sich aber nie so richtig durchsetzen, egal ob Fiva MC, Piranja oder Melbeatz. Anders da Catee aus dem Royal Bunker Lager, die geht schon als Schwergewicht ins Rennen. Da sollte man eigentlich meinen, dass die selbsternannte Pöbel-Atze von der männlichen Konkurrenz nicht verdrängt werden kann, dumm nur wenn man sich auf dem ersten Song „Saufen und Pöbeln“ des Debütalbums dann einen Schulte dazuholt und damit schon untergeht. Danach kämpft sich Catee wieder mühsam ran, stimmgewaltig ist sie ja, nur ist ihr Flow zu hektisch, ihre Raps verhaspeln sich und somit geht ihre ganze Gewalt im Sound unter. Inhaltlich kennt das 18-Track Album leider nicht viel, pöbeln und saufen, Catee scheint ganz schön viel Wut abbauen zu müssen. Akzente können auch die Features (Zett, Big Derill Mack, Jack Orsen) noch die einfallslos produzierten Beats nicht setzen. Pöbeln? Ja! Nur in der Stil-Wertung fällt dieses Album leider völlig durch. Witzige Ideen gibt es durchaus, so den Manu Chao Beat bei „Track aussm Bunker“, doch was hat man aus diesem eigentlich grandiosen Song gemacht? Wer genauso frustriert wie Catee ist wird sich sicherlich freuen hier auf Gleichgesinnte zu stoßen. Fast-Food Rap ist das hier in jeder Hinsicht und wie von einem Big Mac wird man nicht richtig satt und ein fader Nachgeschmack bleibt. Wertung 3/10.