Die Re-Union einer bekannten Heavy-Band aus den Achtzigern ist ja momentan angesichts vieler solcher Beispiele nun wirklich nichts besonders mehr. Bei den Schweden Candlemass ist der Fall jedoch etwas anders gelagert. Bereits 2002 für einige Konzerte und ein Live-Album wiedervereinigt, trennten sich die Skandinavier anschließend ein zweites Mal. Um sich dann aber letztlich kurze Zeit später wieder zusammen zu raufen. Zum Glück - kann man angesichts dieses Albums nur sagen. Zwar aus der Schublade des Doom Metal kommend, sind Candlemass aber durchaus auch für Anhänger klassischer Heavy Metal-Klänge interessant, denn die Schweden spielen einen sehr abwechslungsreichen epischen Heavy Rock. Klar, muss man da automatisch an die unvergessenen Black Sabbath denken. Doch insbesondere Frontman Messiah Marcolin hält einem Vergleich mit Ozzy Osbourne locker stand und auch die Gitarrenarbeit der Skandinavier überzeugt auf ganzer Linie. Und so ist die selbstbetitelte Platte eine unglaublich abwechslungsreiche Platte, die unheimlich viel Spaß macht. Einen Song herauszuheben, wäre allen nicht-erwähnten Titeln gegenüber ungerecht. Und ein Schwachpunkt? Der lässt sich selbst nach dem x-ten Hördurchgang nicht ausmachen. Gibt es ein Wort für ein solches Werk? Ja, Klassiker! Wertung 10/10.