Drei Jahre arbeitete der Frankfurter Brian Uzna an seinem Debüt, jetzt hat er den elektronischen „Combat Shock“ fertig gestellt. Der Sound der 10 Tracks erinnert vielfach an Funkstörung, zerstückelt und fragmentiert sind die stellenweise kollagenhaften Songstrukturen, Beats und Höhen zischen um die Wette. Schön ist die große Dynamik, die in den Tracks liegt, wobei nicht nur Kälte und industrielle Klänge zum Vorschein kommen, sondern immer wieder auch organische Wärme. Es ist ein homogenes, ausgeglichenes Werk, dem man anmerkt, dass es lange gereift ist. Entsprechend muss man sich aber auch selbst Zeit lassen, in die tiefen Welten von Brian Uzna einzutauchen, „Combat Shock“ ist mit Sicherheit kein leichter Trip, aber es ist ein packender, insofern man nicht erwartet, dass die Grenzen von experimentellem Electro überschritten werden. Wertung 8/10.