Wüstenlegende Brant Bjork schreibt nach wie vor unermüdlich an neuem Material und liefert diesmal gleich eine Doppel-CD ab. Es ist nach Beginn seiner Solokarriere im Jahr 1999 bereits das fünfte Album des Kyuss Mitbegründers aus Palm Desert, California. Auf „Saved By Magic“ geht er den Weg, den er auf dem Vorgänger „Local Angel“ eingeschlagen hat, konsequent weiter, d.h. seine Songwriter-Fähigkeiten stehen stärker im Vordergrund und die Songs krachen weniger. Ein klassisches Stoner-Rock Album hat Brant Bjork daher eindeutig nicht abgeliefert, es ist staubig, trocken, bluesig und zäh. Zäh ist das Werk auch deshalb, weil man 19 gewichtige Nummern nicht mal eben so am Stück durchhört, der Vorgänger lief da noch um einiges flüssiger. Ohne Frage ist „Saved By Magic“ von Anfang bis Ende mit guten Ideen gespickt, aber diese werden nicht mehr so konzentriert dargereicht, sondern sind stärker ausgedehnt und in die Länge gezogen. Überraschungen bleiben so diesmal aus und auch hat Brant Bjork hier nicht sein bislang bestes Werk vorgestellt, Fans können aber beruhigt zugreifen. Wertung 8/10.