Einst wurden sie hochgejubelt, dann von ihrem Label fallen gelassen, nur die Fans blieben ihnen treu. Doch die 1998 in San Francisco gegründete Gruppe hat ein neues Label gefunden, auf dem sie sich auch musikalisch austoben dürfen, und so sollte man von den Klängen des dritten Albums „Howl“, das zwischen L.A. und Philadelphia entstanden ist, nicht verwundern lassen. Blues, Country und Folk wie auf dem stampfenden „Ain't No Easy Way“ sind keine Ausnahme. „Howl“ ist kein lautes und rockiges Album geworden, der Black Rebel Motorcycle Club sucht sein Heil in der Besinnung auf die inneren Stärken. Klar machen sie dabei, dass sie eine furchtbar gute Band sind. Ob früher hart oder heute einfühlsam, gute Songs produziert der Black Rebel Motorcycle Club immer. Die neue Richtung mag manchem zu amerikanisch sein, zu viel Wüste und zu viele Farmen, aber nicht jeder Song setzt auf Country und so befriedigen Nummern wie „Promise“ oder „Sympathetic Noose“ auch die Indie-Fraktion. Wundervoll kann man da nur sagen. Wertung 8/10.