Einige Jahre werkeln Becoming the Archetype in Georgia / Atlanta schon vor sich hin, doch erst jetzt präsentiert sich das Quintett einem internationalen Publikum. Der Sound entspringt dem Metalcore und Death Metal, trotzdem wirken Becoming the Archetype nicht wie typische Vertreter des Genres. Sanftes Gitarrenspiel wie auf „Night's Sorrow“, Riffs voller Melodie, Synthies und gleichzeitig tiefpackende Vocals die unter die Haut fahren, es ist ein äußerst lebendiger und dynamischer Mix, der hier zusammengekommen ist. Der glasklare Sound von Mr. Tue Madsen (The Haunted, Heaven Shall Burn) aus Dänemark tut sein übriges „Terminate Damnation“ so richtig nach vorne zu pushen, ein bissigeres und gleichzeitig so abwechslungsreiches Album hat man in den letzten Monaten selten gehört. Das Wechselspiel zwischen den beiden Gitarren und Drummer Brent Duckett funktioniert hier wunderbar, sich gegenseitig antreibend gewinnen die 11 Songs an Energie und lassen trotzdem noch Platz für die Vocals von Jason Wisdom, die bei Becoming the Archetype nicht das dominierende Element sind. Zwar gelingt es dem Album in einer knappen Stunde zwar nicht wirklich Tiefgang zu entwicklen, dafür aber dürften die Ami's mit ihrem Debüt bei Abacus Recordings die Szene ordentlich aufmischen, „Terminate Damnation“ knallt von der ersten Sekunde an rein. Wertung 8/10.