Große Bands die den Spirit der 90er besitzen sind selten geworden und so ist man über Audioslave dankbar, die zumindest teilweise die Qualitäten von Rage Against The Machine und Soundgarden ins neue Jahrtausend gerettet haben. Das zweite Album von Chris Cornell, Tom Morello, Brad Wilk und Tim Commerford dürfte allerdings nicht wieder alle Fans des Debüts wieder ansprechen, denn Cornell dominiert diesmal deutlich über Morello. Der Songs steht im Mittelpunkt und der ehemalige Soundgarden Sänger hat alle Freiheiten seinen Gesang zu entfalten, die prägnanten Morello Riffs beschränken sich dagegen auf ein Minimum. Dies heißt aber keineswegs, dass es keine Gitarren auf „Out of Exile“ zu hören gäbe, nur sind sie nicht mehr so brachial eingebracht, wie auf „Yesterday To Tomorrow“ unterstützen sie die Melodien. Kräftig rockende Nummern wie „The Worm“ sind dagegen die Ausnahmen. Auch wenn es dem Album an richtig großen Highlights fehlen mag so ist ausnahmslos gut, 12 zeitlose und klassische Rocksongs, die zwar nichts wegweisend aber handwerklich ausgezeichnet sind. Die Erwartungen an Audioslave können jedoch durchaus höher gewesen sein. Wertung 7/10.