Meine erste Review für Bumbanet kommt "akustisch" aus der IndieBritPopfabrik England. Atomic nennen sich die Jungs mit ihrem Debütwerk „Wonderland Boulevard". Im NME wurden sie schon als "The new Oasis" gekrönt; was das objektive Bewerten nicht sonderlich leicht machen dürfte. Der Hammer an der Geschichte ist, dass die Jungs nicht von der Insel kommen, sondern, Augen auf, aus dem bayrischem Walde. Gute 32:30 min läuft die LP mit zehn abwechslungsreichen Tracks und hält noch ein Videoclip der Single „(You're) A Shining Star" bereit. Obwohl der dauernde Vergleich mit diversen Bands aus England da ist, haben Atomic teils ihren eigenen Stil geschaffen. Der Song „Girlfriend in A Coma" hebt sich durch seinen 80er-Flare ab, „Sweetest Symphony" und „(You've Got) The Shining" bilden die ruhigere Pole der Platte. Als tanzbares Material hält sich „Devil May Cry" auf dem vorletzten Platz bereit, welches in der Rockdisse zwischen The Vines und Mando Diao sicherlich einige Anhänger finden dürfte. Zu bemängeln ist, dass sich die Scheibe produktionstechnisch leider nicht ganz auf einem "The new Oasis"-Niveau befindet und sich manche Tracks teils ein wenig lasch anhören. Macht aber nix, Atomic verdient es, als deutsche Band dieses Genre gefeiert zu werden und bekommt satte 7/10 Punkte.