Jörg Haider würde Astpai mit Sicherheit nicht mögen. Denn Astpai sind aus Österreich und wütend, wütend auf alles was rechts von der Antifa ist. Auf „Feeling Safe In Programmed Channels“, der ersten Platte der noch recht jungen Punk/Hardcore Band aus Neustadt, ist der Name dann auch gleich Programm. Hier geht es gegen den politischen Status Quo, die Konsumgesellschaft, Turbokapitalismus und Neoliberalismus. Astpai sind antifaschistisch, antikapitalistisch und antiimperialistisch. Wer aber jetzt denkt, dass alles schon zu Genüge gehört zu haben, hat vielleicht recht, aber Vorsicht! Denn Astpai als platte dogmatisch-linksradikale 0815-Punk-Kapelle zu stigmatisieren würde der Band unrecht tun. Mit durchaus intelligenten und persönlichen Texten servieren uns Astpai ihr ideologisches Gebräu in einer angenehm modernen Up-Tempo Punk Mischung, vereinzelt mit Oldschool-Hardcore und 77er Einflüssen gesprenkelt. Das einzige Manko des Albums ist die Ungestümheit und Unausgereiftheit die sich streckenweise heraushören lässt. Diese macht sich besonders beim Sänger bemerkbar, dessen Stimme gerade bei Mid-Tempo Nummern etwas schwächelt und nicht ganz überzeugt. Allerdings hört man auch, das die Band mit diesem Album noch nicht an ihre Grenzen gestoßen ist. Denn Astpai sind ja jung und haben noch eine Menge Zeit. Da verzeiht man auch mal gerne das peinliche Pulp Fiction Sample sowie das unsägliche Akustik-Geklimper am Ende der Platte. Wertung 6/10.