Ashes of Pompeii – Putting the Pieces Together
Roadmovie Productions VÖ 24.03.2005
Ashes of Pompeii, erst Anfang 2004 in Marburg gegründet und aus der lokalen Indierockband Illstarred hervorgegangen, veröffentlichen jetzt ihre erste EP „Putting the Pieces Together“. Indierock ist das allerdings nicht mehr, mit der Bezeichnung „Emocore“ könnte man die Band etwas treffender beschreiben. Dem Pressetext, der den „soundgewaltigen Emocore“ der Band irgendwo zwischen „Thrice, Waterdown, Quicksand und Texas is the Reason“ anpreist, ist eigentlich gar nicht viel mehr hinzuzufügen. Das ganze kommt einerseits sehr ruhig, fragmentarisch und melancholisch, kraftvoll und treibend andererseits, daher. Melodiöse Gitarren treffen auf verspielte Bassläufe, Schreigesänge, auf den Einsatz von Geigen. Für Abwechslung ist also gesorgt. Der Sänger erinnert während der ruhigeren Passagen sehr an Braid/Hey Mercedes. Nicht nur hier orientiert sich die Band, auf den insgesamt fünf Songs, leider ein bisschen zu sehr an ihren amerikanischen Vorbildern, was man ihr allerdings zu keinem Zeitpunkt übel nehmen kann. Die Bandmitglieder sind wohl alle noch sehr jung (die ältesten absolvieren gerade ihren Zivildienst) und von daher sollte man sich auf das Debüt Album schon mal freuen. Die Texte werden dann bestimmt auch noch etwas besser. Naja, hoffentlich ist das hier diesmal wirklich mehr als nur eine unnütze Floskel: Von dieser Band wird noch zu hören sein! Wertung 7/10.