Auf den ersten Blick überrascht das sechste Arab Strap Album „The Last Romance“ etwas – die Spielzeit ist mit 35 Minuten etwas kürzer geraten als diejenige der letzten Alben und vor allem: die Songs sind etwas schneller, mehr upbeat und vereinzelt sogar tanzbar. Auch wenn zwei, oder drei Lieder auf den ersten Blick etwas positiver und gar nicht mehr allzu depressiv wirken, täuscht man sich, wenn man diesen ersten Eindruck auf das ganze Album überträgt. Denn bei genauerem Hinhören merkt man schnell, dass das Schotten-Duo um Aidan Moffat und Malcom Middleton seiner bisherigen Linie treu geblieben ist. „The Last Romance“ klingt im Endeffekt genau so verbittert, traurig, elendig und verlassen wie die fünf vorherigen Arab Strap Alben. Es werden immer noch genau die gleichen, rauen, dunklen und schmerzhaften Geschichten von verlorener Liebe, Eifersucht, Untreue, Sex und Beziehungen erzählt, in dem so unnachahmlichen und eigenen schottischen Sprechgesang der beiden. Musikalisch unterlegt werden diese Geschichten akustisch mit Gitarre oder instrumentiert im etwas sperrigen Indierockgewand, mit Streichern und Trompeten. Leider wirkt das Album stellenweise etwas uninspiriert (vor allem textlich) und schafft es nicht, an das bisher beste Arab Strap Album „The Red Thread“ heranzureichen. Die Highlights des Albums sind hier vor allem die upbeat-Songs, wie [If There´s] No Hope For Us“, „Speed-Date“ oder „There Is No Ending“. Wertung 7/10.