Annie heißt sie unschuldig und vordergründig unschuldig gibt sich auch die Musik, die sie für die DJ-Kicks Reihe zusammengestellt hat. Doch der süß-zähe Pop der blonden Norwegerin Anne Lilia Berge-Strand hat es in sich und überraschend zwischendurch mit waschechtem Rock'n'Roll wie Alan Vega und „Jukebox Babe“. Der Rest ist wilder Electro-Punk („Nanny Nanny Boo Boo“ von Le Tigre) oder chaotische Percussion („Flextone“ von Liquid Liquid). Für Spannung sorgt ihre Kooperation mit Röyksopp „Wedding“. Nach einer Stunde hat man eine Menge gehört, nicht alles, aber alles was irgendwie spannend ist. Jeder der 17 Tracks ist ein Knaller und jeder klingt irgendwie außergewöhnlich. Der neueste Teil der DJ-Kicks Reihe ist nicht nur ein vorzüglicher Party-Anheizer, er ist auch eine seltsam ungewöhnliche Platte. Ein bisschen strange, ein bisschen verrückt, aber doch immer mit norwegischer Liebe zusammengestellt. Wertung 9/10.