Ali, einst Rapper bei dem französischen Rapduo Lunatic, veröffentlicht mit „Chaos & Harmony“ sein erstes Soloalbum. Es ist ein dunkles Werk geworden, atmosphärisch, harte Beats, wenig Bewegung. Selten geht es mal mehr nach vorne, „Golden boy“ zum Beispiel zeigt etwas mehr Rhythmus. Die französischen Wurzeln im Sound sind jedenfalls hörbar, auch wenn die musikalischen Aspekte nicht so sehr im Vordergrund stehen wie bei anderen französischen Releases. „Chaos & Harmonie“ ist ein sehr textlastiges Album geworden, bei dem Ali Themen von Gesellschaft bis Religion aufgreift, die auch im Booklet nachzulesen sind. Im Vorbeigehen sind die 14 Songs nicht zu hören, hier muss man sich setzen, zurücklehnen, einfühlen in die Welt von Ali und „Chaos & Harmonie“, in der Macson Escobar, Hifi und Keydj & Wallen gefeatured werden. Ob Ali solo der gleiche Erfolg wie mit Lunatic gelingen wird, ist die eine Sache, dass sein Album aber zu düster ist, um massentauglich zu sein, die andere. Aber gerade deshalb wird es genug Menschen geben, die hier etwas ganz Besonderes vorfinden. Wertung 8/10.