Der Name Alexander Hacke wird vielen Leuten erstmal wenig sagen, allerdings ändert sich das schlagartig wenn man weiß dass er bei den Einstürzenden Neubauten ist, die dieses Jahr ihr 25-jähriges Jubiläum feiern. Mit „Sanctuary“ liefert Alexander Hacke, der schon Alben für andere Künstler wie Klaus Kinski produziert hat, sein Solodebüt ab. Mit den Neubauten sollte man dieses nicht vergleichen, experimentell, verschlossen, ruhig und elektronisch kommen die 11 Stücke daher. Vor allem die viele Gastmusiker, u.a. aus New York, L.A., Berlin, Göteborg und Mailand machen den Flair des Albums aus. Ob schräge, vordergründig zusammenhangslose Klangansammlungen auf „Yours Truly“, dunkler Industrial „Seven“ oder exotischer Gesang „Per Sempre Butterfly“, die Einflüsse könnten nicht unterschiedlicher sein. Allerdings sind diese kompakten, eindeutigen Songs eher die Ausnahme auf „Sanctuary“, die meisten Nummern geben sich in losen Strukturen hin und erinnern mehr an klassische Electro-Alben. Wer auch Entdeckungsreise gehen will ist hier richtig. Wertung 7/10.