Bereits im Februar wurde Akon's Debütalbum hierzulande, und das mit zweijähriger Verspätung im Vergleich zu den USA, veröffentlicht, und doch hat es noch niemand so richtig mitbekommen. Lediglich die Single „Locked Up“, die es auch in einer Version mit Azad gibt, sorgt für Aufmerksamkeit. Das soll sich jetzt mit der neuen Auskopplung „Lonely“ ändern, zudem wird das Album am 30.05 re-releast. „Lonely“ ist Akon, geboren im Senegal, aufgewachsen u.a. in New York und Sohn vom Jazz Musiker Mor Thiam, nicht, den Gerüchten nach ist er mit Michaela Schaffrath ausgezahlt. Diese Schlagzeilen braucht er eigentlich gar nicht mehr, denn in England ist er Platz 1 der Charts gegangen und in den Staaten hat er Platin eingeheimst. Stilistisch wechselt der Sänger auf seinem Album zwischen R'n'B, HipHop und Soul, sein Markenzeichen sind die extrem weichen Beats. Um diese schlängelt sich wechselhaft seine Stimme, mal clubmäßig, mal sanft einhüllend. Mit R'n'B Standard gibt sich Akon nicht zufrieden, mal zeigt er sich als Songwriter, mal mischt er Reggae in seinen Sound „Ghetto“. Das Album wirkt wie aus einem Guss, man merkt dass die gesamte Produktion aus seiner eigenen Feder stammt und nicht verschiedene Köche den Brei verdorben haben. Wer keine Aversion gegen Pop hat wird an den 14 Songs (inklusive drei „Locked Up“ Versionen) seinen Spaß haben. Wertung 8/10.