Rheintal, im November 2005: Die Wolken hängen tief. Der Hauch wird sichtbar. Es ist kalt geworden. Nebel wabert über den still daliegenden Vater Rhein. Es ist Herbst. Alles ist grau. Grau in grau. Mystisch, melancholisch. Die Bäume haben längst keine Blätter mehr. „Celice – it´s in the way you hurt me…“ Herbststimmung. Ist es ein Zufall, dass a-ha ihr aktuelles Album „Analogue“ ausgerechnet in dieser Jahreszeit veröffentlichen? Ruhige, leise Songs. Melodisch, melancholisch. Perlen wie die erste Single „Celice“. Oder das wunderbare „Analogue“. Oder „Don´t Do Me Any Favours“, das mehr denn je an Coldplay denken lässt. Oder das nachdenkliche „Birthright“. Zwar blicken in „Halfway Through The Tour“ ein paar Sonnenstrahlen durch den grauen Himmel, aber insgesamt ist die Grundstimmung dieser Scheibe ganz klar melancholisch. Nachdenklich. Typische a-ha-Lieder eben. Kein Fan wird enttäuscht sein, so viel ist sicher. Und richtige Schwachpunkte lassen sich auf „Analogue“ nicht ausmachen, wenn auch die letzten Songs nicht ganz das extrem hohe Niveau der Lieder zu Beginn halten. Dieses Album gehört aber ohne Frage zur absoluten Spitze im Genre der ruhigen, nachdenklichen Gitarren-Musik. „Celice – it´s in the way you hurt me…“ Regen fällt. Es ist kalt geworden. „Celice – I know that I`m alive…“ So klingt der Herbst! Wertung 9/10.