Er ist Pionier und Meister des Dance, doch schon längst ist er, der Gerald genannt wird, wieder auf neuen Spuren. Von Manchester zog er nach Berlin und veröffentlichte dort bei !K7 im Jahre 2000 „Essence“, das weg vom Dance und Drum’n’Bass führte. Auf „To all Things What They Need“ sind Melodien Geralds Leidenschaft, gleich ob diese zum Oriental oder Jazz führen, gewürzt wird dies mit teils auch tanzbaren nie einfach gestrickten Beats. So ergibt sich ein Mix aus gepflegtem Downbeat, Spoken Word (Ursula Rucker auf „Millennium Sanhedrin“) und treibenden House meets Drum’n’Bass Beats. Mit 10 Tracks ist das Werk sehr überschaubar ausgefallen, was dem Ganzen aber gut tut. Ein Meilenstein ist das neue Album von A Guy Called Gerald nicht, es ist aber gut genug um mit jeder Menge großer Momente zu überraschen. Vorausgesetzt man vertraut auch dem Motto „in der Ruhe liegt die Kraft“. Wertung 8/10.