Im Breisgau da scheint die Sonne und in Freiburg herrscht noch das schöne Leben. Doch die heimatliche Idylle wird jetzt gestört, „Blut auf Beton“ nennt sich ein Album das aus Freiburg kommt, das Debüt von Agent i. Im ersten Moment will man sagen, dass das doch gar nicht passt, Explosionen und Schüsse leiten das Intro ein, nein das ist nicht Freiburg. Um das Intro zu verstehen muss man auf Agent i's Ursprünge schauen, die in Sarajevo liegen. Und so bezieht sich vieles, über das Agent i rappt, auch auf seine bosnische Heimat, allem voran „Sarajevo Kids“ und „Jahr des Teufels '92“. Trotzdem bleibt auch Freiburg im Themenhorizont des Albums nicht aus, u.a. auf „Willkommen im Süden“, wo RenDaGemini gefeatured wird, der auch noch auf einigen anderen Tracks dabei ist. Features gibt es auch von Fays und Blessed Child, womit auch französische bzw. englische Raps auf „Blut auf Beton“ vorkommen. Es ist ein hartes Album, über eine Stunde lang geht es auf dem von DJ iLL produzierten Werk zur Sache, Straße, Gewalt und Drogen. Wer weniger Entertainment dafür aber mehr Message sucht ist hier richtig aufgehoben. Wertung 6/10.