Das dritte Album bringt die Entscheidung und hier ist sie eindeutig ausgefallen, Against Me! sind wichtig. Reifer, abgeklärter aber nicht langweiliger ist das Quartett aus Florida geworden. Schon die ersten Takte des Openers „Miami“ ziehen in den Bann, roh rockend und gleichzeitig emotional einbindend, kurzum kompaktes Songwriting erster Güteklasse. Diese unendliche Energie kennt man sonst nur von wenigen Bands, von den Beatsteaks zum Beispiel. Punk, Folk, Country und Blues kommen auf dem neuen Album der Band um Sänger Tom Gabel zusammen und dabei klingt kein Song wie der andere. Gleicht der Opener noch mehr einer Hymne so ziehen Against Me! auf „Mediocrity Gets You Pears (The Shaker)“ das Tempo an und werden wilder, punkiger, ohne allerdings an Eingängigkeit zu verlieren. Anspruchsvoll und abwechslungsreich geht es weiter, das Songwriting zeigt durchgängig hohe Ambitionen und erfüllt sie auch. Das Album glänzt nur so vor überragenden Songs, so auch das akustische „How Low“. „Searching for a Former Clarity“ hat die Erwartungen nicht erfüllt, es hat sie übertroffen! Wertung 9/10.