Es ist für Bands immer schwierig, den Sänger zu ersetzen. Zumal wenn dieser sehr bekannt ist. Nicht selten geht mit solch einem Wechsel dann auch eine Veränderung der musikalischen Marschrichtung einher. Womit wir bei „Planets“, dem aktuellen Werk von Adema wären. Auf dem steht erstmals der neue Frontman Luke Caraccioli (ersetzte Mark Chavez, Halbruder von Jonathan Davis, Korn) am Mikrofon. Die Veränderung zu früheren Tagen: Der Sound klingt durch den merklich melodischeren Gesang eingängiger. Und das steht den Amerikanern durchaus gut zu Gesicht. Denn die Spannbreite der Songs wird deutlich größer. So kommen zu den erwarteten New Metal-Gassenhauern wie „Shoot The Arrows“ auch Songs, die eher in die Alternative Rock-Richtung a la 3 Doors Down tendieren (man höre nur einmal in „Barricades In Time“ hinein). Klar, damit verlassen die Amerikaner die mit dem Debütalbum begonnen Pfade des New Metal zugunsten rockigeren Elementen. Solange aber so mitreißende Lieder wie „Until Now“ mit einer erstklassigen Gitarrenarbeit dabei herauskommen, machen Veröffentlichungen dieser Band einfach Spaß. Zumal die mitreißenden Songs besonders auch live sicher für einigen Spaß sorgen werden. Zur absoluten Spitze reicht es zwar nicht, aber dass kann man auch nicht von jedem Album erwarten! Wertung 7/10.