Es ist schon tragisch ein Album mit einem Song „Das große Glück“ zu beginnen, deshalb, weil es der schlechteste des Albums ist. Danach kann das Berliner Pop-Trio vollauf überzeugen, sobald man die Texte des Openers verkraftet hat. Warme Synthie-Sounds, lockere Gitarren, musikalisch kommen Zue durchweg sympathisch daher. Doch liegt das Gewicht der Berliner auf den Texten, zweimal hinhören ist Pflicht, „Wombat“ ist kein Album für nebenbei. Teilweise sind die Texte recht derb, ohne eine ordentliche Prise Humor kommt man hier nicht weiter. Ob „Autobahn“ oder „Cowboy“, Mangel an Idee kann man Zue nicht vorwerfen. Das Album ist ohne Frage ein Kleinod deutscher Popkultur mit intellektuell angehauchten Texten, ausgereift bis ins letzte Detail und garantiert nicht massentauglich. 12 Songs verpackt zu einem Begleiter für alle Lebenslagen. Wertung 7/10.