Xzibit ist jetzt so richtig dick im Geschäft, es lief schon immer rund für den Rapper aus Californien, aber seid MTV’s „Pimp My Ride“ ist er der King of Rap & Entertainment. Da wundert man sich ein bisschen über den zweideutigen Titel seines fünften Albums „Weapons Of Mass Destruction“, aber in der Tat will Xzibit wohl auch mal ein Stück politische Message loswerden, wie nach dem Intro mit dem Auszug aus einer Bush Rede klar wird. Xzibit bleibt aber Xzibit wie wir ihn seit seinem Durchbruch mit Snoop und Dre „Bitch Please“ aus dem Jahr 1999 kennen, auch auf den 16 neuen Tracks droppt er sein großes Maul, die Show ist seine Welt, und nicht zuletzt deshalb wird man ihn wohl auch bald wieder im Kino zu sehen bekommen. Xzibit zieht auf dem Nachfolger zu „Man Vs. Machine“ alle Register, ob ein Schuss G-Funk auf dem von Jellybone produzierten schmachtvollen „Cold World“ oder ein richtiger Xzibit Kracher „Beware Of Us“, hier gibt es alles andere als Durchschnitt. Auffällig ist, dass viele der u.a. von Ric Rok, Rockwilder und Hi Tek produzierten Beats recht weich und süffig klingen, weniger Hardcore, mehr Soul und R’n’B. Das ist etwas ungewohnt für Xzibit, aber keineswegs schlecht, die Produktion ist zwar immer etwas glitschig, was jedoch nicht mit oberflächlich oder zu glatt gleichzusetzen ist. Als Features sind u.a. MC Lyte, Busta Rhymes und Strong Arm Steady vertreten. Ein Album der Oberklasse, auch wenn am Ende nicht jeder Track sitzt. Wertung 8/10.