HipHop Live Alben sind so eine Sache, viele davon gibt es eh nicht. Die große Show gehört immer noch dem Rock, auch wenn mittlerweile Rapper wie Eminem oder 50Cent Stadien füllen können. Früher gehörte dem Wu-Tang Clan diese Primus-Stellung, doch die ganz großen Zeiten des Clans sind vorbei, seit dem es immer schwieriger wurde alle Mitglieder zusammen zubekommen. Am 17. Juli war es dann mal wieder soweit, alle Wu-Tangs trafen beim Rock the Bells Festival in San Bernandino (Kalifornien) zusammen, 10.000 Fans sahen die Show. Zurück zum Anfangsthema, warum es nicht viele HipHop Live Alben gibt wird auch bei „Disciples Of The 36 Chambers: Chapter 1“ schnell klar. Der Sound ist – positiv gesprochen – mäßig, der Bass rumpelt fleißig vor sich hin, viel von der Konzertatmosphäre kommt nicht rüber. RZA, GZA, Method Man, Ghostface, Ol' Dirty Bastard, Inspectah Deck, U-God, Raekwon, Masta Killa, Cappadonna, Redman und Street Life, sie alle sind auf den 27 Tracks vertreten, darunter finden sich auch Solo-Performances von u.a. Ol' Dirty. Alle die keine Hardcore Fans sind sollten da lieber weghören, der Wu-Tang Clan hat hier ein Sammlerstück vorgelegt, aber keinen Hörgenuss. Wertung 5/10.