Aus Polen stammen sie nicht und ob sie dort Urlaub gemacht weiß ich nicht, ihr Debütalbum „Parsec“ wurde 2002 jedenfalls überall in höchsten Tönen gelobt. Nun kommen Georg Brenner, der Sänger, und Philipp Janzen mit ihrem zweiten Werk „White Spot“, das wieder intensiven und explosiven Indie bietet. Das zeigt bereits der erste Song „Yes sir, thank you sir“, der extrem ruhig und verhalten beginnt und erst nach langer Spieldauer in tosende Wellen ausbricht, um dann wieder windstill auszulaufen. Nach sechs Minuten hat man dann das Intro überstanden und es geht rockig, flockig weiter mit dem eingängigen und gesangs-lastigen „Four months“. Repräsentativ ist dieser Song aber nicht für das Album, Urlaub in Polen bleiben experimentell, arbeiten mit Percussion, Samples und Gebläse. Von seiner Machart erinnert das Vorgehen der beiden Musiker stark an elektronische Platten, der Sound hier bleibt aber meist analog und gitarrenbetont, von Rock wie z.B. auf „Panorama“ kann man aber nicht immer sprechen. Die 9 Tracks auf „White Spot“ gehören ohne Frage zu dem Interessantesten, was die Indie-Szene in letzter Zeit zu bieten hatte. Wertung 8/10.