Underworld, gerade in den Kinos angelaufen, ist nicht nur überraschend erfolgreich, sondern auch gut. Erst Recht gilt das für den Soundtrack, der keine Retorten-Ware liefert, sondern jede Menge spektakuläre Kollaborationen. So der Opener „Awakening“ von The Damning Well, hinter dem Namen stecken Limp Bizkits alter Gitarrist Wes Borland, Richard Patrick von Filter, Josh Freese von A Perfect Circle und Nine Inch Nails Gitarrist Danny Lohner, der sich auch als Producer für den gesamten Soundtrack verantwortlich zeigte. Das Pulver ist hier aber längst noch nicht verschossen und so gehen bei Puscifer Maynard James Keenan (Tool) und Danny Lohner zu Werke. Danach meldet sich Page Hamilton mit „Throwing Punches“ zurück, zwar kein neuer Meilenstein, aber Balsam für die Seele aller Helmet Fans. Der Rest der Albums liegt nicht unbedingt im Metal-Sektor. Milla, Renholder, Skinny Puppy und Sarah Bettens sorgen auch für andere und sanftere Töne, während Dillinger Escape Plan, The Icarus Line und Finch wieder in die harte Kerbe schlagen. Große Highlights gibt’s freilich auch noch, zweimal A Perfect Circle und David Bowie im Remix mit Keenan und Red Hot Chili Peppers Gitarrist John Frusciante. Diese 19-Track CD gehört in jede Sammlung. Wertung 9/10.