Dancehall-HipHop-Worldmusic Bigbands haben derzeit Hochkonjunktur, Seeed machten es vor, dieses Jahr folgten Culcha Candela. Das junge Siegener Label Headspin Records schickt jetzt auch eine solche Band ins Rennen, Trikolo bestehen aus Daveman (Nigeria), Freezemucky (Polen) und P-Trick (Deutschland), und haben ihre Basis, wo könnte es anders sein, in Berlin. Der Schwerpunkt liegt bei Trikolo jedoch im HipHop, gerappt wird deutsch, englisch und polnisch, Gastsängerin bzw. Rapperin Tyreza, die schon seit vielen Jahren in der Berliner Szene aktiv ist. Soweit so gut, die Message überzeugt, der Vibe ist weltoffen, über die eine oder andere gerappte Holprigkeit kann man so hinwegsehen. Nur irgendwann beginnt man sich zu fragen, wer hier für die Beats zuständig war, denn die klingen wie der Sound von einem alten Gameboy. Vielleicht kann man diese Tracks als Ausnahmen abstempeln, doch schon das wirkt abschreckend genug. Vor allem die HipHop-Nummern leiden unter der fipsigen Produktion, bei den Reggae-Tracks wie „Jammin'“ fällt dies weniger ins Gewicht. So schade es für Trikolo und ihr ambitioniertes Debüt ist, aber so geht das nicht. Wertung 5/10.