Deutscher HipHop ist tot, und das ist kein Geheimnis mehr. Während bislang aber nur die Majors auf Rapkunst aus deutschen Landen geschissen haben, tun dies jetzt die alten HipHop Labels selbst. Yo Mama, Traditionslabel aus Hamburg und einst Wegbereiter der Fünf Sterne und vieler anderer, gründet kurzerhand ein Unterlabel namens Kiddo Records, um künftig Rock anstelle von HipHop Beats zu veröffentlichen. Erster Output ist The Black Cherries und natürlich direkt eine Bombe, so wie man es von Yo Mama gewohnt ist. Nur zwei Typen stehen hinter der Band, Pascal Finkenauer an der Stimme und Gitarre, sowie JF Sebastian am Bass und Schlagwerk. Bisher hat man von ihnen nicht wirklich etwas gehört, und kommen tun sie aus dem beschaulichen Lüneburg. Mit ihrer Musik hat das nicht wirklich was zu tun. Retro Rock, Indie Vibe, Punk, Pop-Thrash und Rock’n’Roll, The Black Cherries mischen alles was derzeit angesagt ist. Mit Songs wie „Monkey Head Koma“, „Hey“, „Cherry Baby“ brechen sie alles weg, fast jeder der 11 Tracks ist ein Kracher. Mit diesem Album kann’s ein gutes Jahr werden. Wertung 8/10.