Zweiter Versuch für Surf, die gepflegten Berliner Elektronik-Schipper, deren Erstling nicht gerade erfolgreich war. Jetzt wird es härter, die Beats knallen, und doch noch haben sich Surf ihre Songstrukturen bewahrt, der Opener „I'm A Boy“ oder der Titeltrack „Teen Planet“ sind Paradebeispiele für die Verknüpfung von kalten Techno-Sounds mit spaßigen Vocals. Das Konzept ist durchaus interessant, wird jedoch zu oft auf den Tracks bis zum Letzten ausgereizt. Sphärische Nummern wie „I Fall“ sind dagegen selten. Insgesamt ist „Teen Planet“ ein schönes, verspieltes Album, dem ein paar Ecken ganz gut getan hätte. So bleibt ein kurzweiliger Ausflug in eine abgedrehte Electro-Welt, die einen nicht so recht zu halten vermag aber jede Menge Spaß bereitet. Wertung 7/10.