Mit viel Gebläse startet der Berliner Rapper Smoke mit seinem ersten Album „Fakt iz Fakt, das er so wichtig nimmt, dass er uns nur 21 Minuten davon hören lassen will, als sei er bei einem weltweiten Major gesignt. In Sachen Beats und Flow will er neue Maßstäbe setzen, das war Grund genug für uns das Album erstmal in einer Schublade verschwinden zu lassen. Aber bei Smoke ist doch nicht alles heiße Luft, „Fakt iz Fakt“ ist ohne Zweifel ein starkes Album, dass sich erfreulich stark von anderen Berlin Releases absetzt. Äußerst fett produziert von Sha-Karl, Plaetter Pi, Boogieman, Djorkaeff (JuBeKo) und K-Star droppt das Big Bud Member sowohl Battle Raps wie auch nachdenkliche Tracks. Zu Beginn battlet überzeugend aber unnötig Samy & Co, auf „Typisch Ich“ nimmt er sich seine Bitches vor, „Vercrackte Welt“ gibt dagegen seine Gedanken preis. Nicht ganz so stark, aber immer noch fesselnd geht es weiter mit „Rubzowa“, das mal mit einem ungewöhnlichen Thema überrascht. Der Rest des Albums ist gewohnt wie gewollt, Bitches, Battle und ein bisschen Lebensweisheiten, die großen Höhepunkte fehlen hier, deutlich überm Durchschnitt liegen die insgesamt 17 Tracks dennoch. Smoke sollte man ab sofort setzen, nicht nur als Repräsentant aus Berlin. Wertung 8/10.