Der Titel von Rocky Votolatos Album „Suicide Medicine“ verrät schon viel über selbiges, und wenn man dazu sagt, dass es sich um Indie-Pop und Songwriter-Stuff handelt, ist der Rahmen gesteckt. Aber Rocky kommt nicht aus dem tiefen Skandinavien, mit 15 Jahren zog er von Texas nach Seattle, von dort aus zog sein Bruder Cody in die weite Welt und wurde mit den The Blood Brothers bekannt. Produziert von Chris Walla (Death Cab For Cutie, HoHot Heat, The Thermals) gehört Rocky Votolato wohl noch zu den Geheimtipps der Indie-Pop Szene, aber nicht mehr lange. Sein Album besitzt alle Zutaten deren es bedarf um sich in die Herzen einer breiten Gemeinde zu spielen. Zurückhaltend klingen die meisten der 13 Songs, aber selbst mit Akustikgitarre kann es mal nach vorne gehen wie „Every Red Cent“ beweist. Oftmals jedoch bleibt Votolato zu sehr in seinem eigenen Trott, er zeigt sich als ausgezeichneter Songwriter, bleibt aber strikt an seinem Schema hängen. Zur Entspannung tut das gut, zur Unterhaltung weniger. So freut man sich dann über Nummern wie „Prison is Private Property“, die ein wirklich gutes Album abrunden. Wertung 8/10.