Mit „Infest“ setzten Papa Roach um die Jahrtausendwende herum schon fast eine Revolution in Gang, Songs wie „Last Resort“ waren Teil einer Bewegung, der letzten großen welche die internationale Rockszene erschütterte. Den Anschluss haben Jacoby Shaddix (früher nur Coby genannt) und seine Mannen verpasst, die Zeit änderte sich, „Lovehatetragedy“ ging am Interesse der Massen vorbei. Noch aber geben sie nicht auf, mit neuem Image, etwas „dark“ gestylt, greift das Quartett aus Californien noch mal an. Musikalisch klingen sie auf dem neuen Album „Getting Away With Murder“ gemäßigter, Shaddix's Gesang wirkt entwickelter, geblieben sind die typisch griffigen Papa Roach Riffs. Das Talent für eingängige Songs ist da, „Not Listening“ z.B. besitzt alle Zugaben die es zum Hit braucht. Andere hingegen wie „Stop Looking Start Seeing“ klingen wesentlich offener als das alte Papa Roach Material, aber immer noch packend. Dazu gibt es dann ein „Take Me“, das an einen Hit der Beatsteaks erinnert. Papa Roach ist ohne Zweifel ein gutes, vielseitiges und energiegeladenes Album gelungen. Das Problem ist nur, dass die Songs oft zu beliebig klingen. Trotzdem, gäbe es die alten Fans noch hätten sie damit jetzt auch Erfolg. So wird man sehen ob sie es wieder schaffen sich ranzuarbeiten. Einfach wird das nicht, aber das Potenzial besitzen sie immer noch. Wertung 7/10.