Nas ist wieder da und muss sich dabei natürlich am glänzenden Vorgängeralbum „God's Son“ messen lassen, das vor zwei Jahren erschien. Diesmal kleckert der New Yorker Rapper nicht, es gibt gleich wie bei Jay-Z eine Doppel-CD, 25 Tracks gehen bis zu den Roots von Nas. Das macht schon die erste Single „Bridging The Gap“ klar, Blues, Rock und afrikanische Einflüsse, der Song ist produktionstechnisch ein Meisterwerk. Und nicht zuletzt ist sein Vater dabei, der Avantgarde-Jazztrompeter Olu Dara. Keinesfalls aber sticht dieser Song zu sehr heraus, „Street's Disciple“ ist ein ganzes Meisterwerk. Perfekt aufgebaut harmoniert ein Track mit dem anderen, man kann das Album an einem Stück hören und auch nur so den Spannungsbogen erkennen. Nasir Jones war schon lange nicht mehr so gut aufgelegt, seine Raps sitzen wie in legendären Zeiten, die Beats setzen neue Maßstäbe. Ob zusammen mit Kelis, Busta Rhymes oder Ludacris, man merkt dass Nas sein Konzept hier fest vor Augen hat. Ein besseres Album wird so schnell nicht kommen, „Street's Disciple“ gehört in jede HipHop Sammlung. Wertung 9/10.