Vormals überwiegend in der Hardcore Szene unterwegs stoßen Narcissus aus Cleveland immer weiter in den Metal vor. 2002 wurde dann das zweite Album „Becoming Leviathan“, das zuvor schon bei Takehold Records erschienen war, von Century Media in den Staaten neu veröffentlicht, im gleichen Jahr spielte man eine Tour mit Shelter und die Vans Warped Tour. Das neue Werk „Crave And Collapse“ des Quartetts um Sänger John Pope bringt neben den alten Hardcore Wurzeln Metal, Electronic und Emo Elemente ins Spiel, eine gute Stunden rocken Narcissus mal lauter, mal ruhiger. Mit dem zweiten Song „Crave And Collapse“ zeigt die Band, was in ihr steckt und liefert ein sattes Brett ab, mit „rush“ werden dagegen eher Künste in Sache Arrangements dargeboten, Crossover im Stile von 311 mit aggressiven Vocals. Es sind vor allem diese musikalischen Varianzen, die das 13-Track Album auszeichnen, Narcissus präsentieren eine gewaltige Bandbreite und bedienen zahlreiche Genres, ohne dabei oberflächlich zu wirken. Wenn hier Emo-Songs wie „The Recovery“ abgeliefert werden, mag das alten Fans sauer aufstoßen, es beweist aber die Klasse dieser Band, die ihren ganz eigenen Sound hat. Wertung 8/10.