Für Finnland sind sie eher ein untypischer Vertreter der Metal-Szene, da sie nicht ganz so dunkel sind wie viele Kollegen. Auf dem Debütalbum von Misery Inc., die sich 2001 gegründet haben, geht es eher brachial-rockend, straight und groove-verliebt zur Sache. Ein richtiger Kracher ist der erste Song „Suicide Serenade“. Moderner Metal mit großen Melodien. Danach fällt das Album aber etwas ab, „Life Ain’t Fair“ ist langsam und wirkt inspirationslos, „Dilemma“ klingt wie HIM. Dafür geht’s im weiteren Verlauf auf Titeln wie „Trough The Dark“ oder „Darkest Night“ wieder richtig zur Sache. 10 Songs kommen auf „Yesterday’s Grave“ insgesamt zusammen, ohne Frage ein überzeugendes Debüt des finnischen Quintetts. Für den großen Durchbruch mangelt es aber auf jeder Ebene an dem entscheidenden Kick und auch an Eigenständigkeit. Wertung 6/10.