Es ist wohl das am meisten erwartete deutsche HipHop Album diesen Jahres, „Rapper's Delight“ von Melbeatz. Sie kommt aus dem Kool Savas Imperium, trug aber einst, anders als Eko, selbst zum Erfolg von Savas bei. Ihre Beats waren es, die die KKS Hits formten, und entsprechend wurde ihr schon früh der entsprechende Fame zuteil. Mittlerweile scheint sie es zu einer Pole-Position in Deutschland geschafft zu haben, und liest man die Tracklist, an der noch bis zur letzten Sekunde gearbeitet wurde, auf ihrem ersten eigenen Album, so kann hier wohl niemand mithalten. Kanye West, Mobb Deep, Tha Liks und Ol'Dirty Bastard zeigen, dass die Amis keine Scheu mehr vor einer Zusammenarbeit haben, vorausgesetzt natürlich der Rubel rollt. Entsprechend sind die Erwartungen an dieses Album natürlich auch sehr hoch, Spannung scheint damit und mit ungewöhnlichen Kooperationen wie Kool Savas & Samy Deluxe, Italo Reno, Germany & Olli Banjo, Havoc (Mobb Deep) & Azad, Mieze (Mia) & Eizi Eiz oder auch Ol'Dirty & Savas jedenfalls garantiert. Die Beats und Produktionen von Melbeatz stehen dem Line-Up dann auch in nichts nach, zwar flasht nicht jeder Track von Beginn an, aber doch wird schnell klar, dass es ohne „Rapper's Delight“ 2004 nicht geht. Kein Quantensprung, aber ein wichtiger Schritt. Wertung 8/10.