Manges kennen viele noch von früher, der Darmstädter war in der Szene immer aktiv. Doch jetzt ist es eigentlich Zeit das zu vergessen, mit „Paradies/Versuche“ ist der Rapper auf einer neuen Stufe angekommen. Das zweite Werk, Nachfolger zu „Regenzeit in der Wüste“ gehört ohne Frage zu den freshesten Produktionen dieses Jahres in Deutschland. Es liegt sich auch an den Beats, die von Mikbaba und Bone aus Berlin kommen, aber in erster Linie ist es der Rapstyle von Manges, der hier ein neues Level einläutet. Ein solchen Flow habe ich noch nicht gehört, scheiße geht das ab, man muss sich zusammenreißen um nicht auszuflippen. Genauso sind aber auch die Texte perfekt geschmiedet, viele Zeile braucht Manges gar nicht um viel Message herüber zubringen, der Clou sitzt im Detail. Warum dann keine Maximalwertung für dieses 9-Track Minialbum? Es ist nicht jede Nummer ein richtiger Kracher wie „Versuch“ oder „King“, dazu sind die Beats zwar gut, aber nicht das Beste, was man kennt. Eins ist aber klar, wer von Deutschlands talentiertesten Rappern spricht darf Manges nicht vergessen. Wertung 8/10.