Madlib hat in letzter Zeit herausragende Platten ohne Ende releast, von seiner Crew Lootpack hat man aber wenig gehört. Nun gibt es aber was neues Altes. Stutzig macht schon, dass nicht Madlib selbst die vergessenen Tapes herausbringt, sondern sein Vater Otis Jackson Sr, auch ist man von solchen Aufgüssen früher Werke nicht immer begeistert gewesen. Auch „The Lost Tapes“ kann sich dieser Tradition nicht wirklich entreißen, schon der extrem dumpfe Sound fällt auch und wird höchstens Fanatiker ansprechen. 22 Tracks sind insgesamt wieder gefunden worden, darunter sind Features mit u.a. Declaime, Kazi, Kan Kick oder Medaphoar. Unverkennbar ist natürlich der Lootpack Style und keine Frage dass auch hier geniale Ansätze zu finden sind, aber fast alle Tracks wirken entweder noch nicht ausgereift und fertig produziert oder klingen wie eine Freestyle-Session. Lootpack Fans kommen sicher nicht an „The Lost Tapes“ vorbei, nötig war dieses Album aber wirklich nicht. Einen Bonuspunkt gibt es für ein paar wenige richtig gute Nummern wie „Situation“ in der knappen Stunde. Wertung 6/10.