Ihre Major-Karriere begann 1999 mit „A Place In The Sun“, heute stehen die vier Californier wieder alleine da, ohne großes Label im Rücken. Nach Aussage der Band war das eine eigene Entscheidung, keine Deadlines, keine Erwartungen mehr. Entsprechend haben Lit ihr viertes Album selber produziert und schlicht „Lit“ betitelt. Der Schritt hat sich aus musikalischer Sicht gelohnt, in den letzten Jahren gab es keine aufregenden Ergüsse der Band mehr, mit dem neuen Album knüpfen sie jetzt aber an ihre frühen Zeiten, z.B. „Atomic“ an. Obwohl die Band um A.Jay Popoff in den Staaten sehr erfolgreich ist, sollte es bei uns nie so richtig mit dem Durchbruch klappen, das wird bestimmt auch mit dem neuen Werk nicht gelingen. Trotzdem sollte jeder an diesem modernen, typisch amerikanischen Rockalbum Spaß finden, Lit schaffen es wie kaum eine andere Band für Entertainment zu sorgen und dabei musikalisch noch so anspruchsvoll zu bleiben. Ohne Umschweife hat die Band hier ein ausgereiftes Album vorlegt, 13 Mal amerikanischer Rock, voll gepackt mit Dramatik. Das muss nicht unbedingt jedermanns Geschmack sein. Wertung 8/10.