Nachdem Dirty South in den Staaten schon länger das absolute Ding ist, schwappt die Welle auch langsam zu uns herüber, zumindest versucht es Lil Jon mit seinen The East Side Boyz aka Big Sam und Lil Bo. Das reicht aber nicht um das 2001er Gold Album „Put Yo Hood Up“, und erst recht nicht um auch in Europa zu punkten, also gibt’s quasi als Bonus zum Crunk Style eine ultradicke Gästeliste, die den Süden bis auf wenige Ausnahmen komplett repräsentiert. So geht’s los mit Atlanta-Legende Pastor Troy auf „Throw It Up“, einem Song, der perfekt zeigt, was einen auf den insgesamt über 76 Minuten und 21 Tracks erwartet. Große Namen geben sich danach die Klinke in die Hand, Jadakiss, Too Short, Chyna Whyte, Mystikal, Krayzie Bone, E40, Petey Pablo, Trick Daddy, Fat Joe, und im abschließenden Remix von „Get Low“ hört man noch Busta Rhymes und Elephant Man. „Kings Of Crunk“ macht jedoch nicht nur auf dicke Hose und Pimp Style, sondern ist auch glänzend produziert, druckvoll pumpen die Beats aus den Boxen und blasen alles weg. Ohne Ausnahme hat Lil Jon hier den besten Repräsentanten für die Südstaaten geschaffen, Atlanta wird 2004 (das Album ist eigentlich schon älter) den Beat angeben und setzt Crunk Style Maßstäbe. Wertung 9/10.