Seit vielen Jahren geistern die schon durch die deutsche HipHop Landschaft, hier und da hörte man von den Brüdern aus dem Odenwald, doch jetzt erst ist es soweit und das erste Album des Trios erscheint. Die Erwartungen an „Tricolor“ sind nicht gerade gering, denn bislang überzeugten alle K*Rings Brothers Releases. Nach Intro und Representing geht es dann los, und das ausgerechnet mit einem Reggae-Track. Das ist zwar nicht die Ausnahme, die K*Rings scheinen Spaß am Reggae gefunden zu haben, der überwiegenden Teil des Album bleibt jedoch dem HipHop treu, und das wie eh und je. Bei den K*Rings Brothers scheint die Zeit stehen geblieben zu sein, und das ist nicht negativ gemeint, deutscher HipHop wie er noch zu seinen besten Zeiten klang. Die Texte auf „Tricolor“ sind nie oberflächlich und trotzdem verschweift man nie allzu tiefgehenden Gedankenspielen, die Songs sind meist direkt und bringen ihre Aussage ohne Umschweife zu Tage. Die K*Rings Brothers werden den Erwartungen gerecht, bringen aber abgesehen von den Reggae-Elementen wenig Neuland. „Neuland“ ist auch der Song, der zu den Highlights des Albums gehört. „Tricolor“ ist ein Album für alle, die mehr auf Inhalte als auf Styles setzen. Wertung 7/10.