Klee durften schon mal den offiziellen Popkomm-Song beisteuern. Das war zum ersten Mal dass man von der Band, die vorher unter dem Namen Ralley firmierte, auf großer Bühne hörte. Die Popkomm hielt es danach nicht mehr lange in Köln, Klee blieben. Es folgte das Debütalbum, an das kann man sich zu Recht nicht mehr so Recht erinnern. Immerhin ist seit dem bei dem Trio, das irgendwie an eine poppige Variante von 2raumwohung erinnert, einiges besser geworden. „Jelängerjelieber“ heißt das neue Werk, das zwölf Mal bedeutungsschwangeren Pop deutscher Sorte bietet, Suzie am Gesang, Tom an den Gitarren und Sten am Piano. Das was Klee hier abliefern ist durchaus hochkarätig, dürfte aber außerhalb der Innenstädte Kölns und Berlins auf Unverständnis stoßen. Großstadtpoetik, Electro-Melancholie, auch eine Nina Hagen auf „Gegen den Strom“ sorgt da für keinen Richtungswechsel. Wer einen Tag abtauchen will liegt hier richtig. Wertung 7/10.