Progressive Rock treibt die Killing Game Show aus Hessen, und das treibt sie auch ganz gut. 1997 gegründet wurde die Band, die sich selbst auf den Spuren von Rush, Led Zeppelin, Soundgarden, Muse oder Queens of the stoneage sieht. Das neue Album „Cravallo Grande“ bietet zwar nur acht Songs, aber weniger ist bekanntlich mehr. Los geht es recht ruhig im Indie Style, mit Progressive Rock hat „Overboard“ wenig zu tun, nur der Basslauf kündigt an, dass es auf den nächsten Songs härter zu Sache gehen wird. Aber auch „P.S.“ bleibt auch durchaus noch melodiegeladen, sperrige Gitarren gibt es nur zwischen den Refrains. Zugegeben ist das ein recht verfahrener Beginn in ein Album, dessen Qualitäten woanders liegen und das mit dem dritten Songs so richtig aufdreht. Auf „Angel“ setzt der Groove ein, fette Riffs rocken mit einem Schuss Psychedelic und dazu beweist Sänger Marian Linhart, dass er über ein eindrucksvolles Organ verfügt. Dieses Qualitätslevel hält das Album zum Glück bis zum Ende, und das wollen wir mal würdigen. Wertung 7/10.