Berlin kommt weiter und die nächsten sind Zem und Sylvestah aus Schöneberg-Nord, die bereits 2003 mit ihrer EP „Grundausbildung“ gestartet sind. Damals präsentierten sie „Mein Block“, den Erfolg damit hatte ein anderer, aber immerhin schaut Sido jetzt auf der 4-Track Bonus-Disc zum Album vorbei und rappt „Lauf“. Der Hauptteil des Hecklah & Coch Debütalbums verzichtet dagegen weitgehend auf Features, lediglich Rhymez & Prok sind auf „Alle Gehen Ab“ dabei, dazu kommen noch BK & Jas. Klassischer Berlin-Rap ist „Über Alles In Der Welt“ nicht immer, da gibt es auch mal ein „Boom“ mit souligem Beat und auch sonst geht es nicht nur aggro ab. Von Weichspülermucke ist das Ganze aber auch meilenwert entfernt, die Beats pumpen rough, die Sounds flashen und Hecklah & Coch geben vorne richtig Gas am Mic. Jedenfalls sind die 13 Tracks abwechslungsreich, aber auch genau da könnte das Problem liegen, dem Album fehlt es etwas an Linie. Die beiden Rapper zeigen eine überzeugende entertaining Performance, fresher Rapstyle und mitreißende Texte, aber man weiß nie wohin es jetzt geht. Auf jeden Fall bringen Hecklah & Coch frischen Wind aus Berlin und haben ein solides Debütalbum abgeliefert, mehr noch nicht. Wertung 6/10.